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Agility
Ansprechparnter für unseren Bereich Agility
Rainer Fuchs
Trainingszeit Agility:
Samstag Turnierhunde 14:00 bis 16:00 Uhr
Anfänger ab 16: Uhr
>>Unsere Agility Galerie<<
Agility Geschichte
Bei der Crufts Dog Show 1977 wurde der Brite Peter Meanwell gefragt, ob er einen
Pausenfüller organisieren könnte. Dieser ließ sich vom Pferdesport inspirieren und
entwickelte ein Springturnier für Hunde als Wettkampf. Dazu mussten hundgerechte
Hindernisse gebaut und die ersten Regeln entwickelt werden. 1978 kam es zur ersten
Präsentation mit zwei Teams. Die Begeisterung des Publikums war so groß, dass beschlossen
wurde, die Veranstaltung im nächsten Jahr fortzuführen; jetzt waren sogar
Ausscheidungskämpfe im Vorfeld nötig, um die drei besten Teams präsentieren zu können.
Schnell wurde diese neue Sportart zum Selbstläufer und fand weltweite Verbreitung.
Mittlerweile gibt es auch deutschland- bzw. österreichweit zahlreiche Wettkämpfe – von „kleineren“ Vereinsmeisterschaften über Landesmeisterschaften bis hin zu
Bundesmeisterschaften. Teams starten bei Agility-Weltmeisterschaften verschiedener
Organisationen: IFCS, IMCA und FCI (letztere ausschließlich für Rassehunde mit FCI-
Papieren) bzw. Agility-World-Cup und European Open (einer Veranstaltung der FCI), wo auch
Mischlinge starten dürfen.
Grundprinzip
Schema eines Agilityparcours, bestehend aus mehreren Hürden, Laufsteg, Tisch, Tunnel,
Weitsprung, Wippe, A-Wand, Reifen und Slalom. Der Start befände sich beispielsweise an
der oberen linken Ecke, das Ziel unten links.
Ein kompletter Lauf in der höchsten Leistungsklasse A3 bei einem Wettbewerb. Auch für den
Laien gut zu erkennen ist hier der Einsatz der Führhand durch den Hundeführer.
Der Hund durchläuft, geführt vom Hundeführer, einen Parcours, der aus bis zu zwanzig
verschiedenen Hindernissen zusammengestellt ist. Hierbei ist zwischen dem „A-Lauf“ und
dem „Jumping“ zu unterscheiden. Bei dem A-Lauf gibt es außer einfachen Sprunghürden auch
Kontaktzonengeräte. Beim Jumping fehlen Kontaktzonengeräte. Das Team (Hund und Führer)
muss Geräte wie Tunnel, Weitsprung und Slalom in vorgegebener Reihenfolge
schnellstmöglich und fehlerfrei bewältigen.
Dieser Sport ist für die meisten Hunde geeignet. Sehr große Hunde sind allerdings selten,
einerseits aus gesundheitlichen Gründen, andererseits weil sie in Wettbewerben eher
chancenlos sind. Die Hunde müssen über einen guten Grundgehorsam verfügen und dürfen
keine Schädigungen des Bewegungsapparates aufweisen.
as wichtigste beim Agility sind der Spaß und die sportliche Aktivität. Daher muss sicher
sein, dass der Hund gesund ist und nicht überfordert wird. Anhänger dieser Sportart
betonen: „Agility is fun!“
Der Hund läuft im Parcours frei (ohne Halsband und Leine) und darf vom Hundeführer
während des Laufs nicht berührt werden. Er wird ausschließlich über Hörzeichen (Stimme)
des Hundeführers und dessen Körpersprache geführt. Die Hindernisse im Parcours sind
nummeriert und genau in dieser Reihenfolge zu absolvieren. In jeder Prüfung wird der
Parcours anders gebaut. Die Planung liegt beim Leistungsrichter, der später die einzelnen
Mensch-Hund-Teams bewertet. Ausgelassene oder in der falschen Reihenfolge genommene
Hindernisse führen zu einer Disqualifikation des Teams für den jeweiligen Lauf. Stoppt
der Hund vor einem Hindernis oder bricht seitlich aus, wird das als Verweigerung
bezeichnet (Details stehen in den jeweiligen Prüfungsordnungen). Nach dreimaligem
Verweigern wird das Team disqualifiziert. Verhaltensmängel des Hunds oder auch
Fehlverhalten des Hundeführers (zum Beispiel Misshandlung des Hundes oder Missachtung des
Leistungsrichters) führen ebenfalls zu einem Ausschluss des Teams.
Für die Absolvierung des Parcours steht dem Team eine vorgegebene Standardzeit zur
Verfügung. „Jedoch ist die Standardzeit nur als Vorgabe zu sehen und die Schnelligkeit
darf nicht als hauptsächliches Kriterium gesehen werden. Agility ist kein
Geschwindigkeitslauf, sondern ein Geschicklichkeitslauf. Bei übereinstimmenden
Ergebnissen geht die Entscheidung zu Gunsten des Hundes, der die geringeren Fehler an den
Hindernissen hat. Nur im Falle gleicher Anzahl von Fehlern an den Hindernissen
berücksichtigt man bei der Reihung die bessere Zeit.“
Das Absolvieren des Parcours setzt ein hohes Maß an Geschick bei Mensch und Hund voraus.
Vor allem in den hohen Leistungsklassen führen bereits kleinere Führfehler des
Hundeführers oder eine kurze Unaufmerksamkeit des Hundes leicht zu Fehlern, die eine
Disqualifikation nach sich ziehen können. Genau diese Notwendigkeit exakter
Zusammenarbeit des Teams macht aber einen Großteil des Reizes dieser Sportart für die
Aktiven aus. Das Team stellt sich sehr fein aufeinander ein. Jeder beobachtet den anderen
und beachtet winzige Hinweise seines Sportpartners. Dieses Zusammenspiel wirkt sich auf
die gesamte Mensch-Hund-Beziehung aus und beeinflusst diese positiv.
Größen- und Leistungsklassen
Gestartet wird je nach Regelement in 2 bis 4 Größenklassen, in die die Hunde nach
Widerristhöhe eingeteilt werden:
Mini und Maxi (IRJGV in Deutschland)
Small, Medium und Large (FCI und IMCA international, VDH in Deutschland, SKG in der
Schweiz, sowie ÖKV und ÖHU in Österreich)
Toy, Mini, Midi und Maxi (IFCS)
In den verschiedenen Größenklassen wird die Höhe der Hindernisse der Größe der Hunde
dieser Klasse angepasst.
Je nach Leistungsstand der Teams starten diese entweder in einer der drei
Leistungsklassen oder in Senioren- bzw. Beginner-Klasse. Die Schwierigkeit wird
gesteigert durch eine etwas größere Höhe der Hindernisse, vor allem aber durch einen
anspruchsvolleren Parcourbau. In den hohen Leistungsklassen ist es durchaus üblich, dass
gerade hinter einem Hindernis ein weiteres steht, dass jedoch nicht im Anschluss an
dieses überwunden werden darf. Ebenso kann der Parcour dicht an Hindernissen gerade
vorbei führen. Hier ist eine saubere Führtechnik und äußerste Konzentration beider
Teampartner gefragt.
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