THS
Turnierhundesport
Trainingszeiten
Mittwoch ab 19 Uhr
Samstag ab
16 Uhr
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Der Turnierhundesport (THS) ist wohl die Sparte, die an die Hundeführer und die Hunde
die größten sportlichen Anforderungen stellt. Im Turnierhundesport gibt es deshalb auch
verschiedene Altersstufen und eine Trennung nach weiblich und männlich sowie Jugendliche
und Erwachsene, die für die jeweilige Altersstufe getrennt bewertet werden. Die Hunde
müssen mindestens 15 Monate alt und körperlich gesund sein. Anders als beim Agility
zählt für die Zeitmessung immer der langsamere Partner (Hund oder Hundeführer).
Für vier der insgesamt sieben Sparten im Turnierhundesport ist eine Begleithundeprüfung
Voraussetzung.
Begleithundeprüfung erforderlich:
Vierkampf 1 (VK1)
Vierkampf 2 (VK2)
Geländelauf 2000m oder 5000m (GL)
Combinations-Speed-Cup (CSC)
Ohne Begleithundeprüfung möglich:
Hindernislauf (HL)
Qualifikations-Speed-Cup (QSC)
Shorty
Vierkampf 1
Beim Vierkampf muss man sich - wie der Name schon sagt - in vier verschiedenen
Disziplinen bewegen. Der Vierkampf besteht aus den Gehorsamsübungen (ähnlich einer
Begleithundeprüfung), bei denen der Hund nach einem festen Laufschema mit Leine und auch
in der Freifolge geführt wird. Gezeigt werden müssen auch Tempowechsel, eine Sitzübung
und eine Platzübung, jedoch erfolgt im Gegensatz zur Begleithundeprüfung keine Übung in
einer Menschengruppe und keine Ablage. Die erlaubten Hörzeichen sind vorgeschrieben. Die
Punktvergaben sind an die Schwierigkeiten angelehnt, die Freifolge gibt also mehr Punkte
(20) als die Leinenführigkeitsübungen (15) und die Platzübung (15) mehr als die Sitzübung (10).
Anschließend an die Gehorsamsübungen folgt der Hürdenlauf, bei dem auf einer Strecke von
ca. 50 Metern drei 50 cm hohe Hürden, deren Stangen locker aufliegen, vom Hund
übersprungen werden müssen. Der Hundeführer läuft auf möglichst gleicher Höhe nebenher.
Für Stangenabwürfe oder nicht gesprungene Hürden gibt es Punktabzug, zusätzliche Punkte
für einen ohne Leine geführten Hund. Der jeweils langsamere Partner (Hund oder
Hundeführer) ist wie überall im THS ausschlaggebend für die Zeitmessung. Es gibt zwei Durchläufe.
Als drittes folgt der Slalomlauf. Hier wird der Hund - wieder mit oder ohne Leine - durch
einen mit Stangen abgesteckten Zick-Zack-Kurs geführt, wobei Hund und Hundeführer durch
die 7 Tore (1,40 m breit) laufen müssen. Läuft einer von beiden vorbei, gibt es
Punktabzug. Der Slalom wird zweimal gelaufen, die Bewertung erfolgt genauso wie beim Hürdenlauf.
Als letzte Teildisziplin folgt der Hindernislauf, bei dem der Hund auf einer Strecke von
75 Metern (in der Regel in gerade Linie) 8 verschiedene Hindernisse (Hürde, Schrägwand
oder Treppe, Tunnel, Laufsteg, Tonne, Reifen, Hochweitsprung und Hürde) zu überwinden
hat. Der Hund kann mit Leine (Kurzführer) oder ohne Leine geführt werden, letzteres
bringt zusätzliche Punkte. Wenn Fehler passieren (Stangenabwurf oder Vorbeilaufen an
einem Hindernis) gibt es Punktabzug. Der Hindernislauf muss ebenfalls zweimal gezeigt werden.
Vierkampf 2
Der Vierkampf 2 wird auf Basis des Vierkampf 1 gelaufen, jedoch mit höheren
Leistungsanforderungen. Für den Vierkampf 2 muss man sich aus Vierkampf 1 qualifizieren.
Der Hund wird im Vierkampf 2 nur ohne Leine geführt. Der Hürdenlauf wird nicht in zwei
einzelnen Durchgängen gelaufen, sondern nur einmal, allerdings mit Hin- und Rücklauf und
der Hundeführer muss ebenfalls die Hürden überspringen.
Bei den Gehorsamsübungen entfällt die Leinenführigkeit, statt dessen muss zusätzlich die
Stehübung gezeigt werden.
Punktbewertung bei den Laufdisziplinen erfolgt analog dem Vierkampf 1, für die
Gehorsamsübung gibt es folgende Punkte: Freifolge 20, Sitzübung 10, Stehübung 15 und
Platzübung 15.
Hindernislauf
Der Hindernislauf besteht aus einer Geraden, die je nach Platzangebot auch zu einem "L"
oder sogar einem "U" gewinkelt sein kann, auf der 8 Hindernisse stehen, die vom Hund
überwunden werden müssen. Der Hundeführer läuft nebenher und sollte auf gleicher Höhe wie
der Hund laufen.
Geländelauf
Den Geländelauf gibt es in zwei Distanzen: 2000 m und 5.000 m. In jeder Distanz gibt es
natürlich die unterschiedlichen Altersklassen, denn in dieser Disziplin ist der
Altersunterschied der Teilnehmer wohl am relevantesten. Der Hund bleibt während des
Laufes angeleint, indem der Hundeführer die Leine in der Hand hält, oder die Leine
mittels eines Bauchgurtes am Hundeführer befestigt ist. Beide Läufe werden getrennt
bewertet, haben jedoch die gleiche Laufstrecke und das gleiche Streckenprofil.
Da im Abstand von einer Minute gestartet wird, kann es durchaus vorkommen, dass man von
einem anderen Team überholt wird oder selber überholt. Der Hund sollte daher beim
Vorbeilaufen an Artgenossen keine Probleme haben. An relevanten Abzweigungen stehen
Streckenposten, die auch auf Einhaltung der Regeln achten. Die Hunde müssen die gesamte
Strecke an der Leine, die nicht länger als 2 m sein darf, geführt werden. Geschirre sind
erlaubt. In jeder Alters- und Geschlechtsklasse gewinnt der Läufer mit der schnellsten Zeit!
CSC (Combinations-Speed-Cup)
Die drei Sektionen die überwunden werden müssen setzen sich aus den Teildisziplinen
Hürdenlauf, Slalom und Hindernislauf des Vierkampfes zusammen.
Hier kann im Mannschfts- oder Einzelwettkamp gestartet werden.
Der Mannschaftswettkampf ist mit einem Staffellauf vergleichbar, bei dem zunächst das
erste Team die erste Sektion absolviert, sobald es im Ziel ist, läuft das zweite Team die
zweite Sektion und der Abschlussläufer im Anschluss die dritte Sektion. Entscheidend ist
die Laufzeit aller drei Teams zusammen. Strafsekunden gibt es für Stangenabwürfe,
Vorbeilaufen an Hindernissen und sonstige Fehler.
Beim Einzelwettkampf läuft ein einziger Hundeführer mit seinem Hund alle drei Sektionen.
Qualifikations-Speed-Cup
Beim QSC gehen 8 oder 16 Teilnehmer an den Start. Es werden zwei identische Parcours
aufgebaut und jeweils zwei Teilnehmer laufen zeitgleich los. Nach dem K.O.-System kommt
der jeweils Schnellere der beiden Teams eine Runde weiter.
Zunächst wird eine Qualifikationsrunde gelaufen, nach deren Ergebnis die Zusammensetzung
der gegeneinander startenden Teams festgelegt wird.
Anders als beim Vierkampf oder dem Hindernislauf müssen beim QSC ausgelassene Hindernisse
wiederholt werden. Sollte dies versäumt werden, erfolgt eine Disqualifikation dieses Teams.
Shorty
Der Shorty ist ein Mannschaftswettkampf bestehend aus zwei Teams, die Hindernisbahnen
sind in Kreuzform zueinander aufgebaut.
Es laufen zwei Teams in einer Mannschaft, deren Gesamtzeit zählt. Wie beim CSC startet
zunächst nur ein Hundeführer mit seinem Hund, der zweite darf erst loslaufen, wenn der
erste seine Bahn vollendet hat. Die Fehler werden als Strafsekunden der Laufzeit hinzu gerechnet.